
zaghaftes Fallen
2026, photographic emulsion on aluminium, 5,5 x 36 cm
visual artist

zaghaftes Fallen
2026, photographic emulsion on aluminium, 5,5 x 36 cm


lith blue
2026, plasterboard, lith film, adhesive film, 74×13 cm



caught in threads
2026, steel, cotton thread, lithfilm, 60×16 cm





dia_sec I-V, pigment prints on Hahnemühle paper, mounted on alu dibond, 18×13 cm each
positioned old glass-diapositives on expired photosensitive paper. exposed it to sunlight for a few seconds. made a replica to conserve the ephemeral picture.



intuitive tides
2025
tinted glass, cotton threads, analogue print on baryta paper








lunaires
2025
steel, transparent paper, wax, various dimensions




sustain 2025 latent exposure on matte baryta paper, fixied, 218×103 cm, unique






Luftkörper, 2025
In durchsichtigen Glasröhren, die an technische Messinstrumente oder Laborutensilien erinnern, schweben gleich groß ausgestanzte Papiere, die in ihrer zarten Beschaffenheit mit der Präzision des Glases kontrastieren. Scheinbar schwerelos fixiert, werden sie nur durch ihre eigene Materialspannung in Berührung mit den Innenwänden der transparenten Röhren gehalten. Ihre Anordnung ist unregelmäßig, lebendig, und doch scheint sie einer bestimmten Sequenz zu folgen, die nicht sofort zu entschlüsseln ist. Wie synkopierende Rhythmen oder unterschiedliche Schichtungen. Assoziationen zu Teststreifen, Proben oder Füllständen, die sich mehr und mehr auflösen, liegen ebenso nahe wie Atmung oder Körpergefäße.
Das Material der Papiere ist nicht zufällig gewählt: dünne Seidenpapiere, die man als Trennblätter von Fotoalben kennt, lassen an das Beschützen und Berühren denken. Fragmente von Körperaufnahmen, Haut, verweisen auf Intimität und Nähe. Die unterschiedlichen lichtempfindlichen Fotopapiere, die zu Beginn noch weiß und im Lauf der Eröffnung immer mehr Töne von Fleisch oder Himmel annehmen, transportieren sowohl instabiles Veränderungspotential als auch Flüchtigkeit – eine vergängliche Natur, vor der sie die Seidenpapiere schützen wollen, aber eben nicht können.
So sind die Röhren wie einzelne Bohrkerne, aus denen etwas Vergangenes ablesbar wird, das mit Berühren, Beschützen und Verändern zu tun hat. Sie lassen eine Spannung entstehen zwischen Körperlichkeit und deren technischer Skalierung, zwischen dem Bedürfnis nach Bewahrung und der unaufhaltsamen Unbeständigkeit.


take me or leave me, 2022, approx. 8x8x10 cm
303 different latent exposures on photographic paper, glass, wood,
participatory installation, transformation during exhibition through visitors (a revealed image will expose the underlying one and start to fade it out)